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Zahlreiche witterungsbedingte Einsätze für die Rettungskräfte; Fußgängerin von Baum tödlich getroffen


Nachdem schon am Donnerstag tagsüber im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg etliche witterungsbedingte Einsätze anstanden, riss das Einsatzaufkommen in der Nacht nicht ab.

Nahezu im gesamten Präsidiumsbereich mussten weiterhin aufgrund der Schneemengen Straßen teilweise komplett oder zumindest für Lastwagen gesperrt werden. Auch führten umgefallene oder umzufallen drohende Bäume in zahlreichen Fällen zu Straßensperren und Einsätzen der Rettungskräfte. Vereinzelt fielen Bäume auf geparkte Fahrzeuge und verursachten Sachschaden. Auf der B317 fuhr eine PKW-Führerin in einen umgestürzten Baum, blieb aber unverletzt. Mehrere Dutzend LKW-Fahrer mussten die Nacht auf der B317 im Bereich Stühlingen in ihren Fahrzeugen verbringen, da die Straße von den Schneemengen nicht mehr ausreichend geräumt werden konnte. Der dortige Stau begann bereits im Schwarzwald-Baar-Kreis und setzte sich bis in den Landkreis Waldshut fort.

Im Landkreis Emmendingen kam es Bei Teningen-Nimburg zu einem Erdrutsch, weshalb die Straße nach Bottingen gesperrt wurde.

Ein tragischer Unfall ereignete sich im Landkreis Lörrach, nahe Wittlingen. Eine 72-jährige Hundehalterin, die offensichtlich ihren Hund ausführte, dürfte von einem umstürzenden Baum teilweise getroffen worden sein. Nachdem sie nach längerer Zeit nicht nach Hause zurückkehrte, wurde sie durch Angehörige vermisst gemeldet. Letztendlich konnte ihr Auto und kurze Zeit später sie selbst durch ihren Sohn in einem Waldgebiet gegen 22.30 Uhr aufgefunden werden. Ein umgestürzter Baum lag neben und teilweise auf der Dame. Stark unterkühlt wurde sie zunächst auch durch Polizeibeamte reanimiert und letztendlich schwerstverletzt in ein Krankenhaus verbracht. Leider verstarb sie dort noch in der Nacht. Der Rettungseinsatz war für alle eingesetzten Kräfte der Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei lebensgefährlich. Fortwährend fielen weitere Bäume aufgrund der hohen Schneelast um. Glücklicherweise kam es dabei zu keinen weiteren Verletzten.

Die Polizei warnt eindringlich davor die Gefahr die von dem niedergegangenen nassen Schnee ausgeht zu unterschätzen. Zahlreiche Bäume drohen immer noch unter der Last zu brechen und stellen eine tödliche Gefahr dar. Ebenso geht eine nicht unerhebliche Gefährdung von niedergehenden Dachlawinen aus, die sich nun bilden.

Unabhängig von den in den niederen Regionen eher ungewöhnlich reichlichen Schneemengen, sind diese im Schwarzwald noch ergiebiger und können dort auch zur Lawinengefahr werden.